Gute Nachricht aus Rheinland-Pfalz: in Landau wird ab sofort wieder die tibetische Flagge gehisst. Ein lokaler Bezug, sprich eine Veranstaltung der Regionalgruppe Landau der Tibet Initiative in Anwesenheit von Oberbürgermeister Thomas Hirsch (CDU), macht die Teilnahme der Stadt an der Kampagne „Flagge zeigen für Tibet“ wieder möglich. Am 9.März um 18 Uhr zeigt die Regionalgruppe Landau im Glora-Palast den Film „Kampf um Tibet“. Oberbürgemeister Hirsch spricht das Grußwort. Diese Kooperation ist das Ergebnis einer Reihe von Gesprächen und intensiven Bemühungen, bei denen es vor allem darum ging, eine Lösung für einen Streit zu finden, der im letzten Jahr in Landau ausbrach und eine öffentliche Debatte anstieß, die über mehrere Wochen von den Medien begleitet wurde. Um was ging es?

10 Jahre lange hat sich Landau an der Kampagne „Flagge zeigen für Tibet!“ beteiligt, bis es hieß: „Keine Flagge mehr am Rathaus“. So lautete 2017 eine der ersten Schlagzeilen der RHEINPFALZ. Die offizielle Begründung für den plötzlichen Rückzug: ein Brief des Städtetages Rheinland-Pfalz. Eine alt bekannte Debatte: Die Kommunen sollen keine Außenpolitik betreiben. Das tun sie auch nicht. Sie treten lediglich für die Menschenrechte ein. Verboten ist das nicht, aber solche Briefe können einschüchternd wirken. Auch Oberbürgermeister Hirsch hatte damals Post bekommen. Unsere Regionalgruppe übte Kritik, blieb bei der Stadt am Ball. Schön, dass die Debatte nun beigelegt ist, und Landau wieder die tibetischen Flagge hisst. Die RHEINPFALZ berichtete am Samstag, 24.2.2018 und meint: „Man kann die Diplomatie ruhig den Diplomaten überlassen, aber ansonsten auch ruhig mal Position beziehen.“ Dem steht nun nichts mehr im Wege.

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