Berlin, 13.01.2014 –Die Tibet Initiative Deutschland e.V. (TID) startet heute die bundesweite Kampagne „Flagge zeigen für Tibet!“. Die TID ruft seit 1996 Landkreise, Städte und Gemeinden dazu auf, die tibetische Flagge an ihren Rathäusern zu hissen. Damit bestärken sie das Recht der Tibeter auf Selbstbestimmung und sprechen sich gegen die Menschenrechtsverletzungen in Tibet aus. Die teilnehmenden Städte senden so ein bedeutendes Signal an die chinesische Regierung und auch an die deutsche Bundesregierung. Anlass und Höhepunkt der Kampagne ist der 10. März – 55. Jahrestag des tibetischen Volksaufstandes gegen die chinesische Besatzungsmacht.

„Angesichts der anhaltenden Unterdrückung Tibets durch China und der zunehmenden Repressionen ist es wichtig, gerade jetzt ein Zeichen zu setzen. Wir fordern, dass sich die Bundesregierung kritisch zu der chinesischen Tibet-Politik und den Menschenrechtsverletzungen äußert. Dazu brauchen wir die Unterstützung der kommunalen Politik aber auch jedes einzelnen Bürgers“, sagt Anna Momburg-Vanderpool, Kampagnenreferentin der TID.

2014 übernimmt der ehemalige Bürgermeister und Präsident des Senats der Freien Hansestadt Bremen, Henning Scherf, zum ersten Mal die Schirmherrschaft für die TID-Kampagne “Flagge zeigen für Tibet”. Auch die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages Claudia Roth (Bündnis90/DIE GRÜNEN), der chinesische Dissident und Schriftsteller Liao Yiwu, die Schauspieler Benno Fürmann und Ralf Bauer sowie die Sängerin Judith Holofernes unterstützen die Kampagne.

Im vergangenen Jahr haben landesweit mehr als 1200 Städte am 10. März die tibetische Flagge gehisst, darunter auch die Landeshauptstädte Hannover, Wiesbaden, Potsdam, Magdeburg, Saarbrücken und Stuttgart.

Neues Kampagnenvideo

Im neuen Kampagnenvideo rufen Exil-Tibeter und Tibet-Unterstützer dazu auf, Flagge für Tibet zu zeigen. Das Video finden Sie auf unserer Webseite www.tibet-flagge.de

Hintergrund zur Kampagne und zum Aktionstag 10. März

Am 10. März 1959 erhob sich das tibetische Volk gegen die chinesische Besatzungsmacht. Tausende Tibeter versammelten sich in Lhasa vor dem Potala-Palast, um den Dalai Lama vor der Gefangennahme zu schützen. Der Dalai Lama musste fliehen, und der Aufstand wurde blutig niedergeschlagen. Mindestens 87. 000 Tibeter kamen ums Leben. 150.000 der sechs Millionen Tibeter leben heute im Exil.

Pressekontakt: Alicia Barreda Pérez, E-Mail: presse@tibet-initiative.de, Tel.: 030 42 08 15 34; Mobil: 0176 98 60 76 50