Aus Solidarität mit dem tibetischen Volk hissen jedes Jahr am 10. März deutsche Städte, Gemeinden und Landkreise auf Rathäusern und öffentlichen Gebäuden die tibetische Flagge.

  • Sie bestärken damit das legitime Recht der Tibeter auf Selbstbestimmung.
  • Sie setzten sich für die Wahrung der Menschenrechte in Tibet ein.
  • Sie setzen sich für den Erhalt  der tibetischen Kultur, Religion und Identität ein.

Damit senden sie ein starkes Zeichen der Solidarität nach Tibet und ein wichtiges Signal an die deutsche Öffentlichkeit und Politik.

Die Tibet Initiative Deutschland ruft seit 1996 deutsche Städte, Gemeinden und Landkreise zu ihrer Kampagne „Flagge zeigen für Tibet“ auf.  Viele hundert Städte beteiligen sich mittlerweile.

Kampagnen-Aufruf 2018

Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

sehr geehrte Frau Bürgermeisterin, sehr geehrter Herr Bürgermeister,

sehr geehrte Frau Landrätin, sehr geehrter Herr Landrat,

wir freuen uns, wenn Sie am kommenden 10. März – dem Gedenktag an den Tibetischen Volksaufstand von 1959 – die tibetische Flagge hissen und damit ein Zeichen für die Menschenrechte setzen.

Über bald sechs Jahrzehnte leisten die Tibeter friedlich Widerstand. Gerade einmal 10 Jahre ist es her, dass in ganz Tibet landesweit spontane Proteste von historischem Ausmaß ausbrachen. Tausende Tibeter setzten sich mutig für ihr Recht auf Selbstbestimmung ein. Wie schon 1959 antwortete die chinesische Regierung mit Gewalt und verschärft sukzessive ihre Repressionen. Heute können sich die Tibeter in ihrem eigenen Land nicht mehr frei bewegen, sind dauernder Überwachung ausgesetzt, werden willkürlich inhaftiert oder gelten plötzlich als „verschwunden“.

Die Proteste von 2008 haben deutlich gemacht: Die Tibeter geben nicht auf und zählen dabei auf unsere Solidarität.

Daher ist es ganz besonders jetzt, ein Jahrzehnt nach dem Schicksalsjahr für Tibet, wichtig, am 10. März Solidarität zu zeigen – gemeinsam mit Hunderten von Städten, Gemeinden und Landkreisen in ganz Deutschland. Zeigen Sie Flagge für Tibet!

Melden Sie sich noch heute an:  www.tibet-flagge.de/mitmachen-staedte-gemeinden-landkreise/

Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung & Tashi Delek!

Wolfgang Grader

Vorsitzender der Tibet Initiative Deutschland

 

Jochen Partsch

Oberbürgermeister der Stadt Darmstadt und Schirmherr der Kampagne „Flagge zeigen für Tibet!“

10. März – Aktionstag für Tibet
1949/50 wurde Tibet von China gewaltsam besetzt. Am 10. März 1959 erhob sich das tibetische Volk gegen die Besatzungsmacht. Tausende Tibeter versammelten sich vor der Sommerresidenz Norbulingka, um ihr Oberhaupt, den Dalai Lama, vor der Gefangennahme zu schützen.

Der Aufstand wurde blutig niedergeschlagen; mindestens 87.000 Tibeter kamen dabei ums Leben. Der Dalai Lama musste ins indische Exil fliehen. 150.000 der 6 Millionen Tibeterinnen und Tibetern leben heute im Exil. Im Gedenken an den Volksaufstand organisieren Tibeter und ihre Unterstützer jedes Jahr am 10. März weltweit Solidaritätsaktionen.

Die tibetische Flagge – Symbol für Selbstbestimmung
Die tibetische Flagge, in deren Zentrum zwei Schneelöwen vor einem schneebedeckten Berg stehen, über dem die Sonne aufgeht, ist das äußere Symbol des Rechts der Tibeter auf Selbstbestimmung.

Die Schneelöwen stehen für die Regierung, die die geistliche und weltliche Macht vereint.

Die aufgehende Sonne symbolisiert das immer wiederkehrende Leben und der überdimensionale rote und blaue Strahlenkranz die sechs alten Völker Tibets sowie die vom Himmel kommende Ordnung, die bewahrt und beschützt werden muss.

Aufgrund ihrer Symbolik ist die tibetische Flagge in Tibet selbst strengstens verboten. Ihr Besitz oder ihre öffentliche Zur-Schau-Stellung werden von der chinesischen Regierung hart bestraft.

Die Tibet Initiative Deutschland e.V.

eit 1989 setzen wir uns für das Selbstbestimmungsrecht der Tibeterinnen und Tibeter und die Wahrung der Menschenrechte in Tibet ein. Unsere Arbeit ist bundesweit durch rund 2.000 Mitglieder und über 50 ehrenamtliche Regionalgruppen und Kontaktstellen in der Gesellschaft verankert. Als politische Organisation sind wir überparteilich und religiös ungebunden. Wir sind gemeinnützig und finanzieren unsere Arbeit überwiegend durch Spenden und Mitgliedsbeiträge.

Seit der gewaltsamen und völkerrechtswidrigen Besetzung Tibets durch China 1949/1950 sind über 1,2 Millionen Tibeterinnen und Tibeter durch Gewalt ums Leben gekommen. Mehr als 100.000 Menschen waren seither gezwungen zu fliehen und leben weltweit im Exil. Bis heute gibt es in Tibet keine Rechtssicherheit, und grundlegende Menschenrechte gelten nicht. Überwachung, Repression und willkürliche Verhaftungen sind Alltag. Trotz der anhaltenden Unterdrückung hat sich das tibetische Volk für den gewaltfreien Widerstand entschieden, und das verdient unseren größten Respekt und unsere volle Unterstützung.

Dafür setzen wir uns ein:

/ das Recht des tibetischen Volkes auf Selbstbestimmung

/ die Einhaltung der Menschenrechte wie Religions-, Presse- und Meinungsfreiheit

/ das Recht auf kulturelle Identität, wie z.B. die eigene Sprache und Lebensweise

/ gesellschaftliche Partizipation und gegen soziale Diskriminierung und Marginalisierung von Tibeterinnen und Tibetern in Tibet

/ den Schutz der Umwelt und gegen die rücksichtslose Ausbeutung der natürlichen Ressourcen Tibets

/ eine friedliche Lösung des Tibet-Konflikts mittels Dialog zwischen Vertretern der tibetischen Exilregierung und chinesischen Führung

Das tun wir:

/ Wir informieren über die politische Situation und die Menschenrechtsverletzungen und stärken das öffentliche Bewusstsein zu Tibet

/ Wir bewegen Menschen dazu, sich aktiv für Tibet einzusetzen

/ Wir arbeiten mit politischen Entscheidungsträgern aller demokratischen Parteien und sorgen dafür, dass Tibet auf die politische Agenda kommt

/ Wir setzen uns gezielt für politische Gefangene in Tibet ein

/ Wir arbeiten mit den Tibeterinnen und Tibetern im Exil zusammen. Der Verein der Tibeter in Deutschland e.V. (VTD) stellt ein Vorstandsmitglied der Tibet Initiative.

/ Wir stehen in engem Kontakt zur Tibetischen Regierung im Exil in Indien sowie deren Vertretungen in Europa

Wir sind aktives Mitglied im International Tibet Network (ITN) und arbeiten eng mit Partnerorganisationen im In- und Ausland zusammen

/ Wir stehen im Austausch mit chinesischen Bürgerrechtlern und Dissidenten und suchen den Dialog mit chinesischen Akteuren

Mehr Hintergrundinformationen zu Tibet und unserer politischen Arbeit: www.tibet-initiative.de