Die Tibet Initiative Deutschland e.V. (TID) startet ihre Kampagne „Flagge zeigen für Tibet“, mit der sie seit 1996 Landkreise, Städte und Gemeinden dazu aufruft, am 10. März die tibetische Flagge zu hissen. In den vergangenen 20 Jahren haben sich mehr als 1000 Städte beteiligt. Damit haben sie ihre Solidarität mit dem tibetischen Volk zum Ausdruck gebracht und sich für die Einhaltung der Menschenrechte in Tibet ausgesprochen. Mit der Kampagne „Flagge zeigen für Tibet!“ will die TID ein friedliches Zeichen gegen die gewaltsame Tibet-Politik der chinesischen Regierung setzen. Seit mehr als 60 Jahren ist Tibet von China besetzt und die Tibeter werden massiv unterdrückt.

„Der Tibet-Konflikt kann letztlich nur über den Dialog gelöst werden, den China jedoch verweigert. Doch auch nach über 60 Jahren Unterdrückung halten die Tibeter unbeirrt am Weg des gewaltlosen Widerstands fest. Gerade angesichts der vielen Krisen und bewaffneten Konflikte in der Welt, ist diese Haltung beispielgebend und verdient unseren größten Respekt und unsere volle Solidarität,“ sagt Nadine Baumann, Geschäftsführerin der TID.

2016 übernimmt Andreas Starke (SPD), Oberbürgermeister der Stadt Bamberg, zum zweiten Mal die Schirmherrschaft für die Kampagne. Im vergangenen Jahr haben mehrere Hundert Städte, Gemeinden und Landkreise die tibetische Flagge gehisst, darunter Potsdam, Stuttgart und Bremen, Frankfurt am Main, Erlangen und Aachen. Auch Bürger/innen sind aufgerufen, sich zu beteiligen, indem sie ihre Stadt, Gemeinde oder ihren Landkreis auffordern, bei der Kampagne mitzumachen.

„Flagge zeigen für Tibet!“ wird auch von der Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages Claudia Roth (Bündnis90/DIE GRÜNEN), dem chinesischen Dissidenten und Schriftsteller Liao Yiwu, dem Schauspieler Ralf Bauer und der Sängerin Judith Holofernes unterstützt.

Hintergrund zur Kampagne und zum Aktionstag 10. März

Am 10. März 1959 erhob sich das tibetische Volk gegen die chinesische Besatzungsmacht. Der Dalai Lama musste fliehen, und der Aufstand wurde blutig niedergeschlagen. Mindestens 87.000 Tibeter kamen ums Leben. Zwischen 120.000 und 150.000 der sechs Millionen Tibeter leben heute im Exil.