Berlin, 10. März 2016. Mehr als 400 Städte und Tausende Tibet-Unterstützer hissen heute in ganz Deutschland die tibetische Flagge als Zeichen der Solidarität mit dem tibetischen Volk. Sie alle nehmen an der Kampagne „Flagge zeigen für Tibet!“ der Tibet Initiative Deutschland e.V. (TID) teil. Die politische Organisation ruft Städte, Gemeinden und Landkreise dazu auf, offiziell die tibetische Flagge zu hissen und sich damit für die Einhaltung der Menschenrechte, das Selbstbestimmungsrecht der Tibeter und ein Ende der Gewalt in Tibet einzusetzen.

Der 10. März ist der internationale Gedenktag an den Tibetischen Volksaufstand von 1959, der von der chinesischen Besatzungsmacht blutig niedergeschlagen wurde. Dabei kamen mehr als 87.000 Tibeter ums Leben, und der Dalai Lama musste ins indische Exil fliehen. Ihm folgte eine beispiellose Flüchtlingswelle, und noch immer werden die Tibeter in ihrem eigenen Land massiv unterdrückt. Im Gedenken an die Opfer und aus Solidarität mit dem tibetischen Volk finden heute außerdem in rund 20 Städten Mahnwachen und Demonstrationen der Tibet Initiative statt.

„Auch nach über 60 Jahren brutaler Unterdrückung halten die Tibeter am friedlichen Widerstand fest. Das ist gerade auch angesichts der vielen Krisen und bewaffneten Konflikte in der Welt beispielgebend und verdient unsere uneingeschränkte Solidarität. Das Hissen der tibetischen Flagge ist ein wichtiges Zeichen für die Tibeter in Tibet, ein deutliches Bekenntnis zu den Menschenrechten und eine Botschaft für den Frieden weltweit. Wir danken den vielen Hundert teilnehmenden Städten und Gemeinden und allen, die gemeinsam mit uns Flagge für Tibet zeigen“, sagt Nadine Baumann, Geschäftsführerin der TID.

Mehr als 1000 Städte haben seit 1996 die tibetische Flagge gehisst

Die Tibet Initiative Deutschland e.V. ruft mit ihrer Kampagne „Flagge zeigen für Tibet!“ seit 1996 Landkreise, Städte und Gemeinden dazu auf, am 10. März die tibetische Flagge zu hissen. In den vergangenen 20 Jahren haben sich insgesamt mehr als 1000 Städte beteiligt. Damit haben sie ihre Solidarität mit dem tibetischen Volk zum Ausdruck gebracht und sich für die Einhaltung der Menschenrechte in Tibet ausgesprochen. Mit der Kampagne „Flagge zeigen für Tibet!“ will die TID ein friedliches Zeichen gegen die gewaltsame Tibet-Politik der chinesischen Regierung setzen. Übersicht aller teilnehmenden Städte: www.tibet-flagge.de/teilnehmer/

„Flagge zeigen für Tibet!“ wird auch von prominenten Politikern und Künstlern wie der Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages Claudia Roth (Bündnis90/DIE GRÜNEN), dem chinesischen Dissidenten und Schriftsteller Liao Yiwu, dem Schauspieler Ralf Bauer und der Sängerin Judith Holofernes unterstützt. Zum zweiten Mal übernimmt Andreas Starke (SPD), Oberbürgermeister von Bamberg, die Schirmherrschaft für die Kampagne.

Bundesweite Aktionen für Tibet

In mehr als 20 Städten organisiert die Tibet Initiative Deutschland e.V. heute Demonstrationen, Mahnwachen und Protestzüge. In Berlin demonstrieren mehr als 100 Tibet-Aktivisten der Tibet Initiative Deutschland e.V. (TID) und des Vereins der Tibeter in Deutschland e.V. (VTD) vor der Chinesischen Botschaft.

Übersicht aller Termine: www.tibet-flagge.de/termine/